Die Nachspielzeit lief. Aufregung auf und neben dem Platz. Nur noch Sekunden waren zu spielen. Dieser große Erfolg, der Einzug ins Pokal-Halbfinale, war ganz nahe.
Heeslingen. Die U19 des JFV A/O/B/H/Heeslingen hat das Halbfinale im Niedersachsen-Pokal erreicht. Das Team von Trainer Olaf Lakämper schlug am Mittwoch den Bundesligisten Hannover 96 mit 1:0 (1:0). Das goldene Tor gelang dem Hepstedter Laurens Otten.
Ein Krimi kurz vor Schluss: Da versuchten es die Hannoveraner noch einmal, ein letztes Mal. Ein langer Ball in den Strafraum im Heeslinger Waldstadon. Und tatsächlich: 96-Kapitän Ammon Moser kam an das Leder, zog ab. Sollte das der späte Ausgleich sein?
Nein, denn kurz vor der Torlinie wehrte der überragende JFV-Abwehrspieler Tjade Motzkus den Ball ab. „Sie haben hier am Ende mit allem, was sie hatten, verteidigt“, so Martin Glaese, Co-Trainer der Gäste. „Wir haben hier keine Lösungen gefunden. Es war ein verdienter Sieg für den JFV.“
In der ersten Halbzeit zeigen die Gastgeber eine starke Leistung
Es war vor allem im ersten Abschnitt eine herausragende Leistung der Gastgeber. „Wir waren das bessere Team, haben richtig guten Fußball gespielt“, so JFV-Coach Olaf Lakämper.
Und die Platzherren hatten auch – zum Erstaunen und zur Freude der vielen Zuschauer, die diesen Pokalfight in Heeslingen sahen – die besseren Gelegenheiten, zum Beispiel durch Tjark Dörr, der zweimal am hervorragenden 96-Keeper Jonas Schwanke scheiterte.
„Ich wusste, dass wir auf einen starken Gegner treffen, der uns vieles abverlangen wird“, sagte Martin Glaese. „Aber so einen Pokal-Fight hatte ich nicht erwartet. Wir haben hier gegen einen Gegner mit einer klaren Spielidee, die er super umgesetzt hat, verloren.“
Laurens Otten ist mit seinem Tor der Pokalheld dieses Abends
Zum Pokalhelden dieses Abends sollte ein junger Spieler werden, der aus der Fußballer-Familie Otten aus Hepstedt stammt – Laurens Otten. 30 Minuten waren gespielt. Ecke für den JFV. Ruwen Albrecht bringt den Ball rein. Der viel zu frei stehende Lasse Schumacher köpft, trifft das Leder aber nicht richtig, dafür aber seinen Mitspieler Laurens Otten und von dessen Brust springt der Ball ins Tor.
„Es war natürlich ein tolles Gefühl, dieses Tor gemacht zu haben“, so Otten. „Aber man hatte immer im Hinterkopf, es wird hier noch richtig anstrengend.“
Quelle: Stader Tageblatt / FuPa-Galerie